Patronat
Patronatskomitee KleinKunst Schweiz
- Ursula Haller, Präsidentin ab 2011, Nationalrätin, Gemeinderätin Stadt Thun
- Alexander Tschäppät, Präsident bis 2011, Stadtpräsident Bern, ehemaliger Nationalrat und Präsident parlamentarische Gruppe für Kulturfragen
- Bernie Schürch, Künstler, Mummenschanz
- Cécile Bühlmann, Präsidentin Greenpeace Schweiz, ehemalige Nationalrätin
- Christa Markwalder, Nationalrätin
- Dimitri, Künstler
- Dodo Hug, Künstlerin
- Emil Steinberger, Künstler
- Franz Hohler, Künstler
- Gardi Hutter, Künstlerin
- Hans-Ueli von Allmen, Stadtpräsident Thun, ehemaliger Nationalrat, Gründer und Inhaber Schweizerisches Cabaret-, Chanson- und Pantomimenarchiv
- Massimo Rocchi, artiste
- Nadja Sieger, Künstlerin, Ursus & Nadeschkin
- Niccel Steinberger, Künstlerin
- Philippe Cohen, artiste
- Urs Wehrli, Künstler, Ursus & Nadeschkin
KleinKunst ganz Gross
Seien Sie ehrlich: Was dachten Sie, als Sie zum ersten Mal in Ihrem Leben den Begriff KleinKunst hörten? Kann man ernst nehmen, was begrifflich rein präventiv reduziert und verniedlicht wird? Es heisst, dass die KleinKunst ihren Namen ursprünglich auf Grund des begrenzten personellen, räumlichen und materiellen Aufwands erhalten habe. An diese Interpretation darf man glauben, bis man eine Produktion der diesjährigen Preisträger gesehen hat. Oder wie stufen Sie den bühnentechnischen Aufwand und die Besetzung in den Shows von Karl's kühner Gassenschau ein?
Meine Interpretation ist eine andere: KleinKunst ist die Kunstsparte, die den kleinsten Weg zwischen dem Künstler und dem Publikum sucht. KleinKunst ist unmittelbar und versucht alle Umwege zu vermeiden. KleinKunst ist ehrlich, verständlich und direkt. Dank Kabarett, Comedy, Chanson und Pantomime können Künstler Dinge offen benennen, die sonst niemand so hören möchte. Die KleinKunst orientiert sich hier an einer Weisheit Oscar Wildes: «If you want to tell people the truth, make them laugh, otherwise they'll kill you.»
Im Zeitalter von Internet-News-Feds, Smart-Phone-Apps und 24-Stunden-TV-News übernehmen dabei gerade Polit-Satiriker immer öfter völlig neue Rollen. Sie sezieren akribisch den medialen Alltag und nehmen diese Schein-Realität auf die Schippe. Sie tun aber oftmals noch viel mehr: Sie werden zum scheinbar einzig wirkungsvollen therapeutischen Filter, der uns hilft, mit der ganzen Informationsflut und dem damit aufgebauten Druck umzugehen.
Kunst liegt mir am Herzen, KleinKunst ganz besonders. Es freut mich deshalb sehr, dass die Schweizer Künstlerbörse auch in den kommenden Jahren in der unmittelbaren Nähe von Bern stattfinden wird. Ich gratuliere der Stadt Thun ganz herzlich zur Neueröffnung des Kultur- und Kongresszentrums KKThun und wünsche Ihnen eine aufregende Künstlerbörse 2011!
Alexander Tschäppät
Präsident Patronatskomitee KleinKunst Schweiz
Stadtpräsident von Bern
Ehemaliger Nationalrat
Ehemaliger Präsident Parlamentarische Gruppe Kultur




